Förderschwerpunkte

Internationales Opernstudio
Talent braucht Zeit und Raum

1994 wurde das Internationale Opernstudio gegründet, um eine praxisnahe Ausbildungsstätte für junge Opernsängerinnen und -sänger aller Nationen zu schaffen. Voraussetzungen für das Studium sind eine abgeschlossene Ausbildung, eine exzellente Stimmqualität, hohe Musikalität und schauspielerische Begabung. Aus bis zu 200 Bewerbern wählt die Oper für jeden Ausbildungsgang sieben Teilnehmer aus. Er erstreckt sich über zwei Spielzeiten, in denen die Teilnehmer neben dem Gesang- und Partituren-Studium gleichzeitig richtige Opernluft schnuppern – zunächst in kleineren Rollen, aber zunehmend auch in bedeutenderen Partien stehen die Stipendiaten neben ihren Sängerkollegen auf der großen Opernbühne und sammeln praktische Erfahrung. Mit jährlich mindestens einer Eigenproduktion – entweder auf der Studiobühne, aber auch in anderen Hamburger Spielorten – präsentiert sich das Opernstudio einer breiteren Öffentlichkeit.

Die Stiftung fördert diese Eliteausbildung nachdrücklich. Zusammen mit der Körber-Stiftung und Privatförderern summiert sich die Förderung für das Internationale Opernstudio auf jährlich 250.000 Euro.


Den Nachwuchs im Blick – Auszeichnungen

Die Gründerväter der Stiftung hatten der Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses einen hohen Stellenwert eingeräumt, und auch heute genießt die Förderung des Nachwuchses höchste Priorität im Wirken der Stiftung. Die Stiftung zeichnet jährlich junge Künstler mit Potenzial für eine Bühnen- oder Orchesterkarriere aus.

Dr.-Wilhelm-Oberdörffer-Preis

Auf Vorschlag der Intendanz verleiht die Stiftung den Dr.-Wilhelm-Oberdörffer-Preis an junge Sängerinnen und Sänger sowie Tänzerinnen und Tänzer. Der Namensgeber des Preises war erster Geschäftsführer der Stiftung und hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg um den Wiederaufbau der Oper verdient gemacht.

Eduard-Söring-Preis

Der Mitbegründer der Stiftung, Eduard Söring, öffnete bis an sein Lebensende seine Privatschatulle für das jährliche Preisgeld für Musiker des Philharmonischen Orchesters Hamburg. Empfänger des 1979 erstmals ausgelobten Preises sind heute vielfach Solisten, die große Konzertsäle füllen oder in Spitzenorchestern musizieren.

Beide Preise sind mit je 8.000 Euro dotiert.

Eine Liste aller Preisträger finden Sie hier.


opera stabile

Zur Rezeptur eines Opernhauses gehört zwangsläufig auch eine Bühne, die ungewöhnliche Aspekte des Musiktheaters ins Blickfeld rückt. Die opera stabile ist seit ihrer Gründung 1975 im Blickfeld der Stiftung. Über ihre ursprüngliche Intention, Werkstatt- und Experimentierbühne zu sein, ist sie längst hinausgewachsen. Sie bietet ein Forum engagierten Gegenwart-Theaters.
Dem Internationalen Opernstudio bietet diese Bühne zudem ein willkommenes Feld für Eigenproduktionen, das intensiv genutzt wird.

opera piccola

Oper für Kinder. Oper mit Kindern
Die Künstler und das Publikum von morgen fördern.

Musik stärkt Sinne, Geist und Persönlichkeit. Das aktive Musizieren hat einen positiven Effekt auf die Konzentrationsfähigkeit und die soziale Kompetenz von Kindern. Bei der Kinderopernreihe Opera piccola werden Kinder nicht nur als Zuschauer an Oper herangeführt, sie können selbst als Darsteller und Musiker aktiv werden.
Die überschwängliche Begeisterung, mit der die Schülerinnen und Schüler jedes Jahr bei der Opera piccola mitmachen, zeigt, dass diese Art der Jugendarbeit in die richtige Richtung geht.